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Screens statt Rollladen: Sonnenschutz mit freier Sicht nach draußen

Screens statt Rollladen: Sonnenschutz mit freier Sicht nach draußen

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Screens statt Rollladen: Sonnenschutz mit freier Sicht nach draußen

Screens statt Rollladen: Sonnenschutz mit freier Sicht nach draußen

Inhaltsverzeichnis

Lesedauer: ca. 6 Minuten

Kurzfassung:

  • Screens sind textile Sonnenschutzsysteme, die vor dem Fenster oder der Terrassentür herunterfahren, aber – anders als der Rollladen – die Sicht nach draußen erhalten.
  • Sie reduzieren Hitze und Blendung, lassen aber je nach Gewebe weiterhin Tageslicht durch.
  • Besonders geeignet für große Fensterflächen, Terrassentüren, Wintergärten und Homeoffice-Räume, in denen ein kompletter Sichtschutz nicht gewünscht ist.
  • Screens lassen sich elektrisch steuern und in ein Smart-Home-System einbinden.
  • Nachrüstung an bestehenden Fenstern und Terrassentüren ist in der Regel ohne größere bauliche Eingriffe möglich.

Wer an Sonnenschutz denkt, denkt meist zuerst an den Rollladen. Er ist bewährt, robust und schützt zuverlässig vor Hitze, Blicken und Kälte. Doch genau darin liegt für viele Haushalte auch die Einschränkung: Ist der Rollladen unten, ist es im Raum dunkel – und der Blick nach draußen ist komplett verschwunden. Für große Glasflächen, Terrassentüren oder Räume, die auch tagsüber natürliches Licht brauchen, ist das nicht immer die beste Lösung. Genau hier setzen Screens an: ein Sonnenschutz, der Hitze und Blendung reduziert, ohne den Raum abzudunkeln oder die Verbindung nach draußen zu kappen.

Was ist ein Screen – und wie unterscheidet er sich vom Rollladen?

Ein Screen ist ein senkrecht laufendes Rollo aus einem speziellen, eng gewebten Gewebe, das außen vor dem Fenster oder der Terrassentür montiert wird. Anders als beim klassischen Rollladen, dessen Lamellen aus Aluminium oder Kunststoff das Licht vollständig blockieren, besteht ein Screen aus einem technischen Textilgewebe mit feinen, gleichmäßig verteilten Öffnungen. Dieses Gewebe lässt einen definierten Anteil an Licht durch – üblich sind Offenheitsgrade zwischen etwa 1 und 10 Prozent – und ermöglicht so einen Kompromiss, den ein Rollladen bauartbedingt nicht bieten kann: Schatten und Hitzeschutz bei gleichzeitig erhaltener Durchsicht.

Von außen betrachtet wirkt ein heruntergefahrener Screen oft nahezu blickdicht, während man von innen weiterhin die Umgebung erkennen kann – ein Effekt, der besonders bei Homeoffice-Räumen mit Bildschirmarbeit oder bei Räumen mit Fernseher geschätzt wird, weil störende Reflexionen reduziert werden, ohne dass man im Dunkeln sitzt.

Screen oder Rollladen: Der Vergleich

AspektScreenRollladen
Sicht nach draußenBleibt bei geschlossenem Screen erhaltenBei geschlossenem Rollladen nicht mehr gegeben
LichtdurchlässigkeitSteuerbar über Gewebeart (ca. 1–10 % Öffnung)Kein Lichteinfall bei geschlossenem Zustand
BlendschutzSehr gut, ohne vollständige VerdunkelungVollständige Verdunkelung möglich
HitzeschutzGut bis sehr gut, je nach Gewebe und FarbeSehr gut, besonders bei heller Lamellenfarbe
EinbruchhemmungKein zusätzlicher mechanischer SchutzZusätzlicher mechanischer Widerstand möglich
Verdunkelung für die NachtNicht geeignetSehr gut geeignet
OptikZurückhaltend, minimalistisch, oft unauffällig im Kasten integriertSichtbarer Kasten und Lamellenbild
Geräusch bei WindSehr ruhig durch FührungsschienenKann bei älteren Modellen klappern

Die Tabelle zeigt: Screens und Rollläden schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich eher. Wer nachts vollständige Verdunkelung im Schlafzimmer braucht, ist mit einem Rollladen weiterhin gut beraten. Wer tagsüber Hitze und Blendung reduzieren möchte, ohne den Raum komplett abzudunkeln – etwa im Wohnzimmer, an der Terrassentür oder im Homeoffice – findet im Screen die passendere Lösung.

Die Vorteile von Screens im Überblick

Screens bieten eine Reihe von Eigenschaften, die sie gerade für moderne Wohnkonzepte mit großen Glasflächen interessant machen:

Freie Sicht bei aktivem Sonnenschutz. Der wohl größte Unterschied zum Rollladen: Auch bei heruntergefahrenem Screen bleibt der Blick in den Garten, auf die Terrasse oder die Straße erhalten – ein Vorteil, der besonders bei Terrassentüren und bodentiefen Fenstern zum Tragen kommt.

Gleichmäßiges, blendfreies Licht. Statt harter Schlagschatten wie bei Lamellensystemen entsteht durch das feine Gewebe ein weiches, diffuses Licht im Raum – angenehm für Wohnräume, aber auch für die Arbeit am Bildschirm.

Zurückhaltende Optik. Screens fügen sich unauffällig in die Fassade ein und wirken auch bei größeren Fensterflächen nicht wuchtig. Für Bauherren, die Wert auf eine klare, moderne Architektur legen, ist das ein wichtiges Argument.

Windstabilität und ruhiger Lauf. Screens laufen in seitlichen Führungsschienen, die dem Gewebe auch bei Wind Halt geben und ein Klappern verhindern, wie es bei manchen Rollladen- oder Markisensystemen vorkommen kann.

Kombinierbar mit Smart Home. Wie auch unsere motorisierten Rollläden lassen sich Screens elektrisch antreiben und über eine App oder automatisiert über Sonnen- und Temperatursensoren steuern – etwa so, dass sie sich bei starker Mittagssonne automatisch schließen und am Abend wieder öffnen.

Wo Screens besonders sinnvoll sind

Nicht jeder Raum und nicht jede Fassadenseite profitiert gleichermaßen von einem Screen. Besonders bewährt hat sich diese Lösung bei:

großen Fensterflächen und Terrassentüren, bei denen ein Rollladen die Fassade optisch dominieren würde; Wohn- und Essbereichen mit Südausrichtung, in denen tagsüber Tageslicht erwünscht ist, aber Blendung und Hitze reduziert werden sollen; Homeoffice-Räumen, in denen Bildschirmreflexionen vermieden werden müssen, ohne dass der Raum komplett abgedunkelt wird; sowie Wintergärten und verglasten Anbauten, wo eine Kombination aus Hitzeschutz und Durchsicht besonders gefragt ist.

Für Schlafzimmer oder Räume, in denen nachts eine vollständige Verdunkelung gewünscht ist, bleibt der Rollladen die bessere Wahl – hier lohnt sich oft auch eine Kombination beider Systeme an unterschiedlichen Fenstern desselben Hauses.

Praktische Tipps zur Auswahl

Bei der Wahl eines Screens spielt vor allem der Offenheitsgrad des Gewebes eine Rolle: Ein geringerer Öffnungsanteil (z. B. 1–3 %) bietet stärkeren Sicht- und Blendschutz, lässt dafür weniger Licht durch. Ein höherer Öffnungsanteil (z. B. 5–10 %) sorgt für mehr Helligkeit im Raum, reduziert Blendung aber etwas weniger stark. Auch die Farbe des Gewebes beeinflusst das Ergebnis: Hellere Farben reflektieren mehr Sonnenlicht und heizen sich weniger auf, dunklere Farben bieten oft eine bessere Durchsicht von innen nach außen.

Für bestehende Fenster und Terrassentüren lassen sich Screens in der Regel nachrüsten, ohne dass größere bauliche Veränderungen nötig sind – ähnlich wie bei einer nachträglichen Insektenschutz-Lösung. Wichtig ist dabei eine passgenaue Montage der Führungsschienen, damit das Gewebe auch bei Wind ruhig läuft und langfristig funktionstüchtig bleibt.

Fazit

Screens sind kein Ersatz für den Rollladen, sondern eine sinnvolle Ergänzung für all jene Bereiche im Haus, in denen Sonnenschutz und freie Sicht kein Widerspruch sein sollen. Wer große Glasflächen, Terrassentüren oder lichtdurchflutete Wohnräume vor Hitze und Blendung schützen möchte, ohne auf den Blick nach draußen zu verzichten, findet in textilen Screen-Systemen eine elegante und alltagstaugliche Lösung – die sich zudem unauffällig in moderne Fassaden einfügt und sich mit motorisierter Steuerung bequem in den Alltag integrieren lässt.

Sie möchten wissen, ob sich Screens für Ihre Fenster oder Terrassentür eignen? Unser Team berät Sie gerne persönlich, welche Sonnenschutzlösung – Screen, Raffstore, Klappladen oder Rollladen – am besten zu Ihrem Zuhause passt. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.

FAQ

Sind Screens genauso einbruchhemmend wie ein Rollladen? Nein. Screens bieten in erster Linie Sonnen-, Blend- und Sichtschutz, aber keinen zusätzlichen mechanischen Widerstand gegen Einbruch. Wer Wert auf Einbruchhemmung legt, sollte hierfür weiterhin auf entsprechend ausgestattete Rollläden oder gesonderte Sicherheitslösungen setzen.

Kann ich Screens nachträglich an bestehenden Fenstern montieren? Ja, in den meisten Fällen ist eine Nachrüstung an bestehenden Fenstern und Terrassentüren möglich, ohne dass umfangreiche bauliche Eingriffe notwendig sind.

Lassen sich Screens automatisieren? Ja. Screens können elektrisch angetrieben und über eine App oder automatisiert über Sonnen- und Temperatursensoren gesteuert werden – auch in Kombination mit einem bestehenden Smart-Home-System.

Eignen sich Screens auch für die Verdunkelung nachts? Nur bedingt. Da das Gewebe konstruktionsbedingt einen gewissen Lichtanteil durchlässt, eignen sich Screens weniger für eine vollständige nächtliche Verdunkelung als klassische Rollläden.

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